chW Studium Ausbildung Lehrgang HumanheilpraktikerIn für Psychotherapie
Fernschule chW
Profil
Der Studiengang richtet sich an Menschen, die sich fundiert mit psychischen Erkrankungen, psychischen Belastungszuständen und deren therapeutischer Begleitung befassen möchten. Angesprochen sind sowohl Personen aus therapeutischen, pädagogischen, medizinischen oder beratenden Berufsfeldern als auch Quereinsteiger mit besonderem Interesse an Psychologie, Psychopathologie und Gesprächsführung.
Die Ausbildung eignet sich insbesondere für Personen, die eine Zulassung als Heilpraktiker für Psychotherapie anstreben oder ihre fachlichen Kompetenzen im Bereich psychischer Gesundheit, Krisenbegleitung und psychotherapeutischer Interventionen erweitern möchten.
Für die Teilnahme am Studiengang chW Studium / Ausbildung / Lehrgang HumanheilpraktikerIn für Psychotherapie sind keine spezifischen schulischen oder medizinischen Vorkenntnisse erforderlich. Der Studiengang richtet sich an motivierte Erwachsene, die sich fundiert und verantwortungsvoll auf die Tätigkeit im psychotherapeutischen Bereich vorbereiten möchten.
Vorausgesetzt werden ein ausgeprägtes Interesse an psychischen Krankheitsbildern, psychologischen Zusammenhängen und therapeutischer Gesprächsführung sowie die Bereitschaft zur intensiven Auseinandersetzung mit rechtlichen, ethischen und medizinischen Grundlagen. Persönliche Eigenschaften wie Empathie, Reflexionsfähigkeit, psychische Stabilität und Verantwortungsbewusstsein sind für die spätere Tätigkeit von besonderer Bedeutung.
Für die spätere amtsärztliche Überprüfung zur Heilpraktikererlaubnis für Psychotherapie gelten die gesetzlichen Vorgaben, insbesondere ein Mindestalter von 25 Jahren sowie die gesundheitliche und persönliche Eignung. Die Anmeldung und Durchführung erfolgt eigenverantwortlich bei der zuständige Gesundheitsbehörde.
Humanheilpraktiker für Psychotherapie sind im Bereich der psychotherapeutischen Begleitung, Beratung und Krisenintervention tätig. Ihr Einsatzfeld umfasst die Arbeit mit Menschen, die unter psychischen Belastungen, seelischen Krisen oder psychischen Erkrankungen leiden und eine therapeutische Unterstützung außerhalb der ärztlichen oder psychologischen Psychotherapie suchen.
Sie arbeiten vorwiegend in eigener Praxis, in therapeutischen Gemeinschaftspraxen, Beratungsstellen oder im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit. Das Tätigkeitsfeld beinhaltet die Durchführung psychotherapeutischer Gespräche, die Anwendung anerkannter psychotherapeutischer Verfahren sowie die begleitende Unterstützung bei der Stabilisierung, Ressourcenaktivierung und Bewältigung psychischer Belastungssituationen.
Humanheilpraktiker für Psychotherapie arbeiten eigenverantwortlich innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen des Heilpraktikergesetzes. Sie grenzen ihre Tätigkeit klar von ärztlichen und psychologischen Heilberufen ab und überweisen Patienten bei Bedarf an entsprechende Fachstellen. Der Fokus liegt auf einer verantwortungsbewussten, individuellen und ganzheitlich orientierten Begleitung der Patienten.
Der Studiengang vermittelt umfassende theoretisch, rechtliche und praxisorientierte Kenntnisse zur verantwortungsvollen Ausübung der psychotherapeutischen Heilkunde sowie zur gezielten Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung.
Zu Beginn werden die diagnostischen Grundlagen psychischer Erkrankungen vermittelt. Dazu zählen die Arbeit mit anerkannten Klassifikationssystemen wie ICD-10, ICD-11 und DSM-5, grundlegende psychologische und psychopathologische Begriffe sowie die Anatomie und Physiologie der menschlichen Psyche. Ergänzend werden die Aufgaben, Befugnisse und rechtlichen Grenzen der heilpraktischen Psychotherapie ausführliche behandelt.
Im weiteren Studienverlauf stehen psychogene, neurologische und endokrinologische Krankheitsbilder im Fokus. Behandelt werden Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems sowie deren Wechselwirkungen mit internistischen, gynäkologischen und urologischen Pathologien. Auch meldepflichtige psychische Erkrankungen und seuchenrechtliche Aspekte sind Bestandteil des Lernstoffs.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der speziellen Psychopathologie. Dazu gehören Persönlichkeitsstörungen, Angst- und Zwangsstörungen, affektive Störungen, Essstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, Borderline-Störungen, stressassoziierte Erkrankungen sowie aggressionsbezogene Störungsbilder. Die Inhalte werden stets im Kontext diagnostischer Einordnung und therapeutischer Abgrenzung vermittelt.
Praxisnahe Module vertiefen neurologische Untersuchungsmethoden, Reflexlehre, psychosomatische Krankheitsmodelle sowie psychodynamische und entwicklungspsychologische Konzepte nach anerkannten Theoretikern. Ergänzt wird dies durch Fallarbeit, Patienten-Management, Praxistraining und angeleitete Live-Demonstrationen.
Parallel erfolgt eine kontinuierliche und strukturierte Prüfungsvorbereitung. Diese umfasst prüfungsrelevante Inhalte aus Rechtskunde, Neuroanatomie, Neurophysiologie, Pathologie, Infektionslehre und Seuchenrecht sowie simulierte Prüfungen und digitales Prüfungstraining. Alle Ausbildungsblöcke sind didaktisch so aufgebaut, dass Theorie, Praxis und Prüfungsanforderungen eng miteinander verknüpft sind.
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Karina Lang
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