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Ungebrochene Nachfrage bei Privatschulen | VDP NRW

 

Viele freie Schulen stoßen an Kapazitätsgrenzen / Knapp 213.000 Schüler besuchen eine allgemein- oder berufsbildende Privatschule in NRW

Bei den Anmeldungen für die Grundschulen und weiterführenden Schulen bestätigte sich in vielen Kommunen der Trend der vorangegangenen Jahre: Während staatliche Schulen deutlich den Geburtenrückgang merken, können viele Schule in freier Trägerschaft nicht alle Schüler aufnehmen, die sich bei Ihnen angemeldet haben.

In Düsseldorf erhielten ein Drittel der Schüler, die sich an einem der vier privaten Gymnasien angemeldet haben, eine Absage. Ähnlich sieht es in der Eifel aus. Dort richten mehrere Schulen in freier Trägerschaft einen neuen Zug ein, um der Nachfrage gerecht zu werden. Dies ist in diesem Jahr möglich, da der doppelte Abiturjahrgang die Schule verlässt und so neue Kapazitäten frei werden.

Im Schuljahr 2012/13 besuchen knapp 213.000 der insgesamt 2.632.000 Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen eine Schule in freier Trägerschaft. Damit liegt der Anteil der Kinder, die eine der 517 allgemein- oder berufsbildenden Ersatzschulen im Land besuchen, bei 8,1 Prozent. Hinzukommen noch die Schülerinnen und Schüler, die eine der rund allgemein- oder berufsbildenden 70 Ergänzungsschulen in NRW besuchen. Diese werden statistisch nicht erfasst.

Allerdings verzeichneten auch die Schulen in freier Trägerschaft im vergangenen Jahr erstmals einen Rückgang der Schülerzahlen in absoluten Zahlen (knapp 900 Schüler oder 0,4 % weniger als im Jahr zuvor). Doch der Rückgang fiel im Vergleich zu den staatlichen Schulen deutlich geringer aus. Diese haben 1,9 % (in Zahlen: 39.272) weniger Zulauf als im Vorjahr.

Berücksichtigt man die Schülerinnen und Schüler, die an einigen Schulen in freier Trägerschaft wegen fehlender Schulplätze abgewiesen werden müssen, wäre das Ergebnis noch eindeutiger. Nach einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts würden 34 Prozent der Deutschen ihr Kind lieber auf eine private als auf eine staatliche Schule schicken.

„Viele Eltern wissen die Vorzüge von Schulen in freier Trägerschaft zu schätzen. Insbesondere wünschen sie sich eine Schule, die Kinder individuell fördert und moderne Unterrichtskonzepte anbietet. Zusätzliche Angebote wie wirklicher Ganztagsunterricht und Freizeitangebote sind weitere Schulwahlkriterien“ erklärt Petra Witt, Vorsitzende des Verbands Deutscher Privatschulen Nordrhein-Westfalen, den kontinuierlichen Zulauf.

Der VDP Verband Deutscher Privatschulen NRW e.V. vertritt freie nordrhein-westfälische Bildungseinrichtungen im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Hoch- und Fachhochschulen). Der 1901 gegründete Bundesverband und der Landesverband binden ihre Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Waldorfschulen NRW bildet der VDP NRW e.V. die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen auf Landesebene.

 

Verantwortlich für den Inhalt: Eva Lingen – VDP Verband Deutscher Privatschulen Nordrhein-Westfalen e.V.
info@vdpnrw.de
www.vdpnrw.de

 
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