Stiftung Louisenlund
24357 Güby
Stiftung Louisenlund
Seit 1949 bietet die Stiftung Louisenlund ihren Schülern kleine, motivierende Lerngruppen mit vielseitigen und profilierten, auch bilingual orientierten Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. Als Antwort auf die Globalisierung besteht neben dem Abiturzweig die Möglichkeit, das weltweit anerkannte International Baccalaureate Diploma abzulegen. Internationale Perspektiven bieten zudem die Round Square Schulpartnerschaften in über 30 Ländern und ein weltweites Altschülernetzwerk. Zur Entwicklung persönlicher Stärken und Talente steht ein vielseitiges Angebot an nachmittäglichen Bildungsangeboten bereit, darunter Segeln, Theater oder Orchester, Technisches Hilfswerk, oder die Debating Society.
Kurzprofil
Der weitläufige Internatscampus und die attraktive Umgebung an der Schlei und rund um Güby bietet auch außerhalb des Gilden- und Sportangebots vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Mit einem Golfplatz in nächster Nähe, Tennisplätzen zur freien Verfügung nach der Belegung durch Gilden und dauerhaften Zugriff auf das Segelequipment, bietet Louisenlund Abwechslung. Auch die Küchen in den Häusern stehen den Schülerinnen und Schüler für gemeinsames Kochen zur Verfügung.
Einer A-Woche schließt sich ein „aktives“ Wochenende an, das Louisenlund mit Schülern vielfältig und attraktiv gestaltet. Es lohnt sich, für dieses aktive Wochenende die Infrastruktur im Internat zu nutzen, an Workshops und Angeboten teilzunehmen und sich als Teil einer aktiven Gemeinschaft zu erleben. Die Teilnahme an diesem „aktiven“ Wochenende ist in der Regel freiwillig.
Eine Teilnahmeverpflichtung kann für feste Internatswochenenden und für einzelne Jahrgänge, Kurse oder Gilden ausgesprochen werden. Hierzu können beispielsweise zusätzliche Klausurvorbereitungen oder Repetitorien zählen wie auch Ausbildungslehrgänge beim THW, ein Turnier der Hockey-Gilde oder eine Klausurtagung des Schülerparlamentes.
An diesen Wochenenden gibt es in Louisenlund keine umfangreiche Programmauswahl. Viele Schüler nutzen dieses Wochenenden, um nach Hause zu fahren oder Zeit bei Freunden zu verbringen. Louisenlund plant über das Schuljahr verteilt einige Exkursionen, beispielsweise nach Berlin, in den Harz, an die Westküste Schleswig-Holsteins oder nach Hamburg, um beispielsweise den internationalen Schülern Deutschland in seiner großen Vielfalt näher zu bringen. Diese Angebote stehen dann allen Schülerinnen und Schüler zur Anmeldung offen.
Das eigene Einzel- oder Doppelzimmer ist im Internat von großer Bedeutung. Es bietet Privatsphäre und dient als Rückzugsort für Entschleunigung, Entspannung und Erholung. Die unterschiedlichen Wohnhäuser des Internatsgymnasiums bieten viel Privatsphäre. Die eigenen vier Wände bieten Raum für Selbstreflexion, Entspannung und Erholung. Sie sind auch ein Ort für soziale Interaktionen, sei es mit Mitbewohnern oder Gästen. Gemeinsam werden tägliche Rituale und Routinen entwickelt, die Struktur und Vorhersehbarkeit im lebhaften Internatsleben geben. Hier können Freundschaften fürs Leben entstehen. Das Wohnen in Louisenlund geht weit über die bloße Materialität und Funktionalität der Gebäude hinaus. Es ist eine eigenständige Dimension des Lernens.
Die Stiftung Louisenlund gehört seit 1978 zu den Mitgliedern des Round Square, einem weltweiten Netzwerk von Partnerschulen. Etwa 180 renommierte Internate mit ähnlichem reformpädagogischem Leitbild und fokussiert auf die Persönlichkeitsentwicklung von Schülern, haben sich zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie sich für Mitmenschen einsetzen, die Herausforderungen unserer Zeit meistern und das internationale Bewusstsein schärfen. Bereits Fünftklässler nehmen an den regelmäßig stattfindenden Round Square Konferenzen teil, fliegen mit ihren Lehrern zur jeweiligen Gastgeberschule und wohnen bei einheimischen Familien.
Die Stiftung Louisenlund in Güby an der Schlei (Schleswig-Holstein) beginnt das Schuljahr 2026/27 mit mehr als 335 Schülerinnen und Schülern im Internat. Das ist die höchste Belegung seit über 25 Jahren. Zusammen mit den Tagesschülern liegt die Gesamtschülerzahl erstmals über 500. Für die Stiftungsleitung hat der Zuwachs zwei Ursachen. Die erste steht in den Abiturzeugnissen des Jahrgangs 2026: Der Notendurchschnitt von 1,89 ist nicht nur das beste Ergebnis in der Geschichte Louisenlunds, sondern auch das beste in Schleswig-Holstein, wo der Landesdurchschnitt bei 2,4 lag. Die Absolventinnen und Absolventen erzielten eine Durchschnittspunktzahl von 34,3, der weltweite Durchschnitt liegt bei 30,8. Was in Louisenlund pädagogisch angelegt ist, lässt sich inzwischen an Ergebnissen ablesen: kleine Lerngruppen, weitgehend eigenverantwortliches Arbeiten und ein Mentorat, das jede Schülerin und jeden Schüler über Jahre begleitet. Die zweite Ursache liegt im Fächerangebot. Das Berufliche Gymnasium mit der Fachrichtung Agrarwirtschaft geht in sein zweites Jahr. Es führt zur allgemeinen Hochschulreife und verbindet dabei Betriebswirtschaft, Biologie und Agrartechnik mit praktischer Arbeit, ein Weg, der im Agrarland Schleswig-Holstein bislang nahezu ohne Entsprechung war. Im allgemeinbildenden Gymnasium kommt zum Schuljahresbeginn das Profilfach Sport hinzu. Gesegelt wird auf der Schlei direkt vor dem Campus, Tennis kommt als zweite Schwerpunktsportart dazu. Über den eigenen Campus hinaus reicht die dritte Neuerung. Gemeinsam mit der Schule Schloss Salem und dem Sächsischen Landesgymnasium Sankt Afra, dem staatlichen Hochbegabteninternat in Meißen, hat die Stiftung Louisenlund die Exzellenzinitiative plus-KULTUR gegründet. Sie überträgt ein Modell, das sich in den Naturwissenschaften bereits bewährt hat: plus-MINT fördert seit über zehn Jahren besonders begabte Schülerinnen und Schüler in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, mit eigenen Forschungslaboren und Teilnahmen bei Jugend forscht und der Mathematikolympiade. plus-KULTUR richtet dieselbe Aufmerksamkeit nun auf die Geisteswissenschaften.